Wissensvorsprung

Die Zukunft im Blick

WU-Forscher/innen sind immer am Puls der Zeit und widmen sich zukunftsträchtigen Themen wie zum Beispiel der Kryptoökonomie und der Experimentalforschung. Die Doktoratsprogramme der WU bilden ausgezeichnete Nachwuchsforscher/innen aus.

Forschungsschwerpunkt Kryptoökonomie

Die Technik verändert rasant die Art, wie wir leben und miteinander kommunizieren. Die Untersuchung der Anwendungsgebiete neuer Technologien ist daher ein Gebot der Stunde. An der WU steht nun die Kryptoökonomie im Mittelpunkt eines interdisziplinären Forschungsinstituts.

Die Blockchain ermöglicht fälschungssichere Transaktionen – und das ohne die Vermittlung von Banken, Notar/inn/en oder Rechtsanwält/inn/en. Geschäfte können dadurch schneller, transparenter und vor allem kostengünstiger abgewickelt werden. Zahlreiche Expert/inn/en sehen in dieser Technologie die Basis für neue Geschäftsmodelle. Um das Potenzial auszuschöpfen, dürfen aber nicht nur die technischen Möglichkeiten im Mittelpunkt der Forschung stehen, sondern es müssen auch ökonomische, soziale und rechtliche Aspekte einbezogen werden. Das interdisziplinäre Wissenschaftler/innen/team der WU wird dabei nicht nur Grundlagenforschung betreiben, sondern auch innovative Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln.

Forschungsschwerpunkt "Kryptoökonomie"
Bundesminister a. D. Harald Mahrer und WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger beim Kick-off-Event
Bundesminister Harald Mahrer und WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger
"Blockchain wird in den kommenden Jahren den größten Paradigmenwechsel für die Digitalisierung mit sich bringen. Die Technologie hat unglaubliches Potenzial und könnte die Zukunft des Internets schlechthin werden. Österreich muss daher diese zukunftsträchtige Nische besetzen, denn wenn wir hier zögern, fallen wir im Innovationswettbewerb zurück. Mein Ziel ist, dass Österreich bei der systematischen Erforschung der Kryptoökonomie und des Kryptorechts eine Vorreiterrolle übernimmt. Mit dem Forschungsschwerpunkt an der WU setzen wir daher einen wichtigen Schritt in Richtung Innovationleader."
Harald Mahrer, BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft a. D.

Raum für Experimentalforschung

Wie wirkt sich Geruch auf die Wahrnehmung von Geschäften und Produkten aus? Unter welchen Bedingungen teilen Menschen ihr Hab und Gut mit anderen? Sollten Wahlzettel auch die Option „Keiner der Kandidat/inn/en“ beinhalten? Fragestellungen wie diese können in Zukunft an der WU experimentell untersucht werden.

Das neu eingerichtete Kompetenzzentrum für Experimentalforschung verwaltet die Infrastruktur für experimentelle Forschung an der WU, die insgesamt aus vier Laboren besteht. Mit modernster Technik wird eine tiefgehende Analyse von menschlichem Verhalten möglich. In unseren Laborexperimenten versetzen wir Versuchspersonen in wirtschaftliche Situationen und fordern sie auf, Entscheidungen zu treffen. Im Unterschied zur realen Welt können die Forscher/innen dabei etwa die Regeln eines Marktes, Steuersätze oder Vertragsklauseln systematisch manipulieren und die Reaktion der Versuchspersonen auf diese Veränderungen analysieren.

Eröffnung der WU-Labs
Eröffnung WU-Labs
„In den letzten Jahren hat die Methode der experimentellen Forschung in vielen Bereichen der BWL und VWL und sogar in den Rechtswissenschaften Fuß gefasst. Am Kompetenzzentrum für Experimentalforschung kooperieren Forscher/innen aus den Bereichen Finanzwissenschaften, Management, Marketing, Strategie und Innovation, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik, um zentralen wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen experimentell nachzugehen.“
Ben Greiner, Leiter des Kompetenzzentrums für Experimentalforschung

Einzigartiges Doktoratskolleg

Die Vienna Graduate School of Finance (VGSF) wurde 2005 gegründet und ist seither für die Absolvent/inn/en ein Sprungbrett für eine internationale akademische Karriere. Internationale Gutachter/innen haben das Programm nun nach den Kriterien Ausbildung, Forschung, Impact und Sichtbarkeit überprüft und hervorragend bewertet.

Die Gutachter/innen betonten, dass sich die VGSF mit allen ähnlichen Programmen weltweit messen kann, auch mit jenen von US-amerikanischen Eliteuniversitäten. Die Qualität der Faculty und ihre internationale Vernetzung wurden positiv erwähnt. Im Rahmen des Programms werden regelmäßig renommierte Expert/inn/en und Wissenschaftler/innen von bekannten Universitäten wie der London School of Economics and Political Science, der University of Chicago oder der Princeton University zu Vorträgen eingeladen. Das Programm bietet den internationalen PhD-Studierenden damit die Möglichkeit, sich bereits während des Studiums mit Topwissenschaftler/inne/n zu vernetzen. In weiterer Folge sind die Absolvent/inn/en höchst erfolgreich und freuen sich über erstklassige Positionen: Sie forschen an Spitzenuniversitäten in Europa (wie z. B. Bocconi, NHH – Norwegian School of Economics, Rotterdam School of Management), den USA (University of Chicago, Georgia Institute of Technology, Carnegie Mellon, MIT), Asien (University of Hong Kong) und Australien (University of New South Wales) oder sind für internationale Beratungsunternehmen tätig.

Die Gutachter/innen unterstrichen außerdem, dass die Ansiedelung des Doktoratskollegs an der WU die internationale Sichtbarkeit des Standorts Wien als Zentrum für exzellente Forschung im Finance-Bereich fördert.

„Unsere Absolventinnen und Absolventen werden nicht nur hervorragend ausgebildet, sondern sie erhalten während des Studiums über unser Netzwerk auch Zugang zu den renommiertesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Welt.“
Alexander Mürmann, Leiter der VGSF
Alexander Mürmann - Leiter VGSF
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